EU-Meldepflichten

Die EU-Meldepflichten finden Anwendung für entsandte Arbeitnehmer, sogenannte Posted Worker, deren Aufenthalt – je nach Land – der Arbeitsbehörde, der Sozialbehörde oder der Behörde für Arbeitssicherheit vor dem Einsatz gemeldet werden muss. Dabei ist die Entsenderichtlinie in vielen EU/EFTA Staaten so umgesetzt worden, dass Arbeitgeber Geschäftsreisende – auch wenn der Aufenthalt nur einen Tag dauert – melden müssen. 

Aktuell haben die Mitgliedsstaaten die definierten Anforderungen der Richtlinie 2014/67/EU zur Durchsetzung der Entsenderichtlinie 96/71/EG in nationales Recht umgesetzt. Die EU-Verordnung 67/2014 sieht flächendeckend bis 2020 die Einführung von Melde- und Registrierungspflichten zur Erfassung internationaler Mitarbeitereinsätze vor.

Im Mai 2018 hat das EU-Parlament eine Reform der EU-Entsenderichtlinie beschlossen:

  • Zum einen sollen Aufenthalte von Arbeitnehmern, die ins Gastland kommen, auf zwölf Monate begrenzt werden. Eine Verlängerung auf 18 Monate ist möglich. Nach dieser Frist dürfen die Arbeitnehmer weiterhin im Gastland bleiben, allerdings gelten für sie dann alle arbeitsrechtlichen Vorschriften des Gastlandes.
  • Zum anderen sollen den Arbeitnehmern aus dem Ausland je nach Branche die gleichen Tariflöhne wie den einheimischen Kollegen gezahlt werden, um Lohndumping entgegenzuwirken.

EU Flagge

Ziel der Melde- & Registrierungspflichten 

„Gleiche Arbeit - am selben Ort - zum gleichen Lohn“

Das wesentliche Ziel der Meldepflichten im Rahmen von Mitarbeitereinsätzen in der EU ist die Einhaltung von Mindeststandards im Zielland, hinsichtlich folgender Themen:

  • Mindestlohn
  • Arbeitszeiten
  • Urlaubsregelung
  • Sicherheit, Gesundheitsschutz und Hygiene am Arbeitsplatz sowie
  • Bedingungen für Arbeitnehmerüberlassung

 

Umfang der Meldung und Sanktionen

Die unterschiedlichen nationalen Bestimmungen und Anforderungen sowie die laufenden Veränderungen führen zu einem administrativen Aufwand, u.a. bei:

  • der Entsendemitteilung
  • der Vertreterbenennung
  • den Dokumentationspflichten

Abhängig der nationalen Bestimmungen müssen Geschäftsreisen vom ersten Reisetag vorab gemeldet und umfangreiche Dokumente (u.a. Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen und Nachweise, Gesundheitszeugnis) bereitgestellt werden.

 

Eine Missachtung der Meldepflicht führt zu erheblichen Sanktionen und weitreichenden Konsequenzen:

  • Sanktionszahlungen
  • gesetzliche Strafen
  • Einreiseverbote
  • Schadensersatzforderungen von Mitarbeitern bei Verletzung von Fürsorgepflichten
  • Ausschluss aus dem lokalen Markt

 

Lösung

Die Deutsche Visa und Konsular Gesellschaft stellt Ihnen einen erlebbar einfachen Prozess zur Verfügung, mit dem Sie die EU-Meldung mit wenigen Eingaben durchführen können. Die DVKG hält die Regularien für Sie aktuell und stellt, wenn gewünscht, eine Verbindung zu juristischen Experten (z.B.: Sozialversicherungs-, Steueranwälte) her.

Nutzen Sie einen erlebbar einfachen Antragsprozess

Die EU-Meldung, A1 Bescheinigung, Visum und Legalisation – alles aus einer Hand:

Erlebbar einfacher DVKG Prozess

Die DVKG unterstützt Sie im EU-Meldeprozess zu folgenden Themen:

  • Prüfung, ob eine EU-Meldepflicht besteht
  • Durchführung der Meldung, inkl. einer möglichen Unternehmensregistrierung
  • Sammlung der Meldedokumente
  • Bereitstellung von Repräsentanten
  • Versendung / Bereitstellung des Dokumentensatzes der EU-Meldung

 

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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